Pendel- und Drehbewegungen am Gleitschirm lassen sich anhand ihrer Drehachsen unterscheiden. Die meisten Bewegungen kombinieren jedoch mehrere Bewegungsachsen.
Hochachse

Die Bewegung um diese Achse wird als Gieren bezeichnet. Zu den Drehungen um die Hochachse zählen auch die Negativdrehungen, auch Trudeln genannt.
Querachse

Die Bewegung um die Querachse wird als Nicken bezeichnet. Sie ist die einzige Bewegungsachse, um die sich ein Gleitschirm isoliert, also ohne Bewegung um die anderen Achsen, bewegen kann.
Siehe Nicken
Längsachse

Die Bewegung um diese Achse wird als Rollen bezeichnet. Wenn du deinen Gleitschirm in Rollbewegungen bringst, sind damit immer auch Bewegungen um die Hoch- und Querachse verbunden.
Siehe Rollen
Dämpfung
Wenn das Pendel aus Gleitschirm und Pilot nicht mehr angeregt wird, wird bei jeder Pendelbewegung Energie durch Dämpfung abgebaut. Nach kurzer Zeit kehrt der Gleitschirm dann in seine Ausgangslage zurück. Wurde das Pendel jedoch extrem in eine Richtung ausgelenkt, kommt es zunächst zu einer Auslenkung in die Gegenrichtung. Das kann gefährlich werden, wenn sich der Gleitschirm beispielsweise weit hinter dir befindet. Dann wird er als Nächstes in einer Gegenbewegung weit vor dich kommen. Je höher die Klassifizierung deines Gleitschirms ist, desto ausgeprägter sind diese Gegenbewegungen.