
Der Beschleuniger ist ein oft unterschätztes und manchmal sogar vergessenes Feature deines Gleitschirms. Mit ihm kannst du den Anstellwinkel deines Gleitschirms nach dem Freigeben der Bremsen weiter verringern und ihn so schneller machen. Solltest du einmal in eine Gegenwindsituation kommen, ist ein richtig eingestellter Beschleuniger ein wichtiges Sicherheitsmerkmal. Du brauchst den Beschleuniger auch für Manöver wie das Ohren anlegen.
Die richtige Einstellung finden
Noch vor deinem ersten Flug werden wir deinen Beschleuniger im Simulator auf die richtige Einstellung testen. Da du an deinem Gleitschirm jedoch andere Tragegurte haben wirst als in unserem Simulator, ist nur eine grobe Einstellung sowie eine Kontrolle der Symmetrie möglich. Beim ersten Trainingsflug hast du dann die Gelegenheit, den vollen Beschleunigerweg auf dem Weg zur Trainingsposition zu testen. Wenn die Luft ruhig ist, drücke den Beschleuniger einmal voll durch und achte dabei darauf, dass die Beschleunigerrollen aufeinanderliegen und der Zugweg auf beiden Seiten symmetrisch ist. Deine Beine sollten dabei vollständig gestreckt sein. Wenn du mit den Zehenspitzen nachhelfen musst, ist dein Beschleuniger möglicherweise zu lang eingestellt. Wenn deine Beschleunigerrollen zu weit auseinanderliegen, merke dir den Abstand. Du stellst deinen Beschleuniger richtig ein, indem du ihn um den doppelten Weg verkürzt. Wenn du dir nicht sicher bist, lass dir vom Flugschulteam helfen.
Der Daumentrick
Fluglehrerin und Hike-&-Fly-Athletin Celia Viermann hat uns diesen Trick verraten. Wenn du Schwierigkeiten hast, deinen Beschleuniger mit den Füßen zu erreichen, versuche einmal, mit den Daumen Vorspannung in die Beschleunigerleinen zu bringen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass sich die Schlaufe oder Stange im Beinbereich dabei in eine vorteilhafte Position dreht, sodass du sie jetzt gut erreichen kannst.